In Lienz gibt es nun Hilfe bei häuslicher Pflege von Kindern

Die gemeinnützige Gesellschaft „Curaplus“ unterstützt Eltern bei der häuslichen Intensivpflege ihrer Kinder. 90 Stunden im Monat werden finanziell vom Land Tirol übernommen. Je nach Einkommen kann ein kleiner Selbstbehalt entstehen. 

 

Wer nach dem Krankenhausaufenthalt überwachungspflichtige, schwerkranke und ateminsuffiziente Säuglinge, Kinder und Jugendliche in die Obhut daheim übergeben bekommt, steht oft vor einer nahezu unlösbaren Aufgabe. Neben einer Vielzahl von Fragen, stellt die häusliche Intensivpflege eine große Herausforderung dar.

 

Seit Sommer 2020 steht mit der gemeinnützigen Gesellschaft „Curaplus“ ein kompetenter Partner für solche Aufgaben zur Verfügung. Für Bürgermeisterin Elisabeth Blanik und Robert Hieden, Pflegedirektor des Bezirkskrankenhaus Lienz, ein wichtiges Angebot, durch das eine große Lücke im Pflegesektor geschlossen werden konnte.

 

Dies bestätigt auch Vanessa Herzog, Mutter von Zwillingen, die 13 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt kamen und mittels Sauerstoff und Sonde versorgt werden mussten. „Für mich war es eine Riesenhilfe, da einem ein direkter Ansprechpartner und die Unterstützung vor Ort einfach Sicherheit geben“, erzählt Herzog. Mittlerweile sind die Kinder fast ein Jahr alt und wohlauf.

 

Durch die Unterstützung von „Curaplus“ werden die Eltern auch entlastet. „In den Krankenhäusern kümmert sich fachkundiges Personal um die Patienten. Sobald die Kinder und Jugendlichen aber nach Hause kommen werden Mama und Papa zu 24-Stunden Pflegekräften“, wissen Geschäftsleiter Michael Tesar und seine Daniela Koini von "Curaplus". Dem kann nun abgeholfen werden.

Wer Hilfe benötigt, erhält die Bewilligung meistens innerhalb einer Woche. Bis zu 90 Stunden werden im Monat vom Land Tirol finanziert. Abhängig vom Einkommen zahlen Familien nichts, oder einen kleinen Selbstbehalt. Anmelden kann man sich unter Tel.: 0800-700 724.

 

Nachdem das „Family Care-Angebot“ in Lienz erfolgreich angelaufen ist, und sich in Salzburg und Kärnten bewährt hat, wird es nun auf das gesamte Bundesland Tirol ausgeweitet. 

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