Stadt:Labor Lienz – ein Zentrum für die Stadt- und Regionalentwicklung

Mit der Eröffnung des „Stadt:Labor Lienz“ entsteht für die BürgerInnen und AkteurInnen der Stadt- und Regionalentwicklung am Lienzer Hauptplatz ein Forum für Diskussionen, Innovation und Kooperationen.

 

Eine zeitgemäße Stadt- und Regionsentwicklung zeichnet sich durch die Beteiligung von BürgerInnen und Betroffenen aus, die eine aktive Gestalterrolle einnehmen können. Bezeichnet wird dieses Mitwirken an der Gesamtentwicklung sowie an Projekten und Programmen als „Ko-produktion“. 

„In Lienz haben solche Beteiligungsprogramme und Projekte eine lange Tradition. Erfolgreich konnten im Zusammenwirken mit der Bevölkerung Projekte wie die Stadtwärme, der Stadtmarkt, die sukzessive Entwicklung der Innenstadtbereiche, Projekte zur Luftgüte und dem Umweltschutz sowie dem Zivil- und Katastrophenschutz gestaltet werden“, freut sich Bürgermeisterin Elisabeth Blanik, die in der ersten Woche persönlich als Ansprechpartner vor Ort fungieren wird. Aber auch viele kleinere Themen und Probleme des Alltages im städtischen Zusammenleben wie Fragen der Sicherheit und Sauberkeit, der Bepflanzung und Begrünung im öffentlichen Raum wurden gemeinsam mit den BürgerInnen gelöst.

Damit sich diese positive Entwicklung fortsetzt, richtete die Stadtgemeinde Lienz als eine der ersten Städte Österreichs ein Stadt:Labor ein. Und zwar in prominenter und bestfrequentierter Lage: im Stöckelgebäude am Hauptplatz, direkt neben der Liebburg. Sozusagen als räumlich/organisatorisches Zentrum für Bürgerbeteiligung. 

„Gemeinsam mit den BürgerInnen sollen in diesem Labor neue Lösungen, innovative Projekte und Programme entwickeln werden, für deren Umsetzung man neue Kooperationen eingehen kann“, erklärt Christian Steininger, Obmann des Ausschusses für Wirtschaft und Standortentwicklung der Stadtgemeinde Lienz.Wir wollen erarbeiten wie wir künftig in der Sonnenstadt und der Region zusammenleben, arbeiten, wirtschaften und soziale sowie kulturelle Gemeinschaft pflegen.“

In Städten wie Berlin, wo das Projekt unter dem Titel „Futurium“ aus der Taufe gehoben wurde, oder in Wien und Graz, wo mobile Labore für die Bezirke und Stadteile eingesetzt werden, hat sich diese Zusammenarbeit bereits bestens bewährt.

Letzten Endes bilden diese Kooperations- und Innovationsfähigkeit zentrale Erfolgsfaktoren für wettbewerbsfähige, sozial, ökonomisch und ökologisch erfolgreiche Städte und Regionen. Sie entscheiden darüber, wie erfolgreich und lebenswert beide wahrgenommen werden. Daher ist die Einbindung der BürgerInnen in verschiedene Formen und Formate, eine der Hauptforderungen der Städtecharta der Europäischen Union. 

„Für die Sonnenstadt ist das Stadt:Labor ein weiterer Baustein für den 1996 von Johann Kastner entwickelten Stadtmarketingprozess der Lienz konsequent als Modellstadt für schönes Leben weiterentwickeln und positionieren soll“, so Standortenwickler Oskar Januschke.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 54.000 Euro, von denen 70 % aus LEADER-Mitteln stammen. Die restlichen 30 % trägt die Stadt.

Sonderausstellung zum Mobilitätszentrum Bahnhof Lienz

Den ersten Schwerpunkt im „Stadt:Labor Lienz“ bildet eine Sonderausstellung zum Mobilitätszentrum. Bis zum 24. Mai werden an den Wochentagen von Montag bis Freitag von 9.00 bis 12.00 und 13.30 bis 17.00 Uhr die Pläne und Visualisierungen öffentlich präsentiert.

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