Liebeserklärung an die Stadt

Ein Stück Normalität können ab jetzt alle Lienzer und Freunde der Sonnenstadt durchleben. Zumindest im Kopf, verbunden mit dem Herzen: Was liebe ich an der kleinen Stadt zwischen Drau und Isel? Wo befinden sich meine Lieblingsplätze? Was vermisse ich derzeit besonders? Ist es ein Kaffee auf einer der vielen Sonnenterrassen? Eine entspannte Shoppingtour durch die Boutiquen? Sind es schöne Erinnerungen, ein bestimmter Geschmack, ein Gefühl? Oder überwiegt schon jetzt die Vorfreude darauf, was man unternehmen kann, sobald die Läden, Gastronomie- und Kulturbetriebe wieder uneingeschränkt geöffnet haben?

LienzerInnen und Freunde der Sonnenstadt Lienz haben ihre persönlichen Liebeserklärungen an die Stadt Lienz geschrieben, die wir Ihnen auf dieser Seite vorstellen dürfen.

Wir bedanken uns bei allen EinsenderInnen und freuen uns, Sie alle in unserer Sonnenstadt Lienz wiederzusehen!




Heidi Lengauer, Lienz
WAS MICH MIT LIENZ VERBINDETIm Jahre 1957 wurde ich in Lienz geboren. Meiner Eltern hatten sich im Bezirkskrankenhaus kennengelernt. Mein Vater arbeitete dort als Turnusarzt und meine Mutter als Krankenschwester. Später zogen sie nach Dellach im Drautal, weil dort ein Arzt gesucht wurde.

Acht Jahre lang besuchte ich das Bundesrealgymnasium in Lienz. Im Jahre 1976 hatte ich maturiert. Von den Schülern in meiner Klasse war ich der beste in Italienisch. Heute bin ich froh darüber, relativ gute Kenntnisse in dieser Sprache zu haben, aber auch in der englischen. Manchmal gingen wir ins Kino und es kam auch ab und zu vor, dass wir die Film-Inhalte im Deutschunterricht „nacherzählen“ mussten. Ein Theater gibt es in Lienz zwar nicht, dennoch gibt es genügend kulturelle Angebote, je nach Geschmack. Schließlich steht ein großer Stadtsaal für verschiedene Veranstaltungen zur Verfügung. Und, wie in fast jedem Dorf, so gibt es auch hier Gesangsvereine, eine Trachtenkapelle und ähnliche Gruppen zur Unterhaltung von Einheimischen und Gästen. Während meiner Schulzeit ging ich viele Jahre lang jeweils einmal pro Woche in die Musikschule (damals noch im Süden der Stadt), um dort Klavierunterricht zu nehmen. Jetzt spiele ich lieber Keyboard, derzeit am liebsten „Ragtime“ oder eine ähnliche Musik. Aufgrund meines Interesses dafür und meines guten Gehörs sowie meiner Begabung interessiert mich allgemein die Musik wohl sehr, auch um andere Menschen zu unterhalten, was jetzt in dieser „Corona-Virus-Krisenzeit“ für viele hilfreich und eine willkommene Abwechslung ist.

Bei einem von der Schule organisierten Schikurs auf dem Zettersfeld konnte ich mich, was das Schifahren betrifft, sehr verbessern. An manchen Wandertagen konnten wir Schüler uns an vielen Schönheiten von Osttirols Landschaft erfreuen, uns gut erholen sowie die Ruhe der Natur genießen. Wir hatten pro Woche in der Schule zwei Turnstunden. Was mir gut dabei gefiel, war die Tatsache, dass wir sehr oft (so lange es nicht zu kalt war, im Freien) Fußball spielten. Vor allem ging es uns dabei um den Spaß und um die Freude an der Bewegung.

Seit in Dellach viele wichtige Geschäfte geschlossen worden waren, fahre ich oft mit dem Zug nach Lienz, um Einkäufe zu erledigen. Oft benötige ich etwas aus der Apotheke, manchmal kaufe ich Textilien oder Werkzeug beziehungsweise Bastelmaterial beim Baumarkt. Aber auch Bücher, Büroartikel, technische Geräte oder Zubehör.

Ich schätze es sehr, dass es zahlreiche Rad- und Wanderwege gibt und zum Beispiel auch die schöne Bergwelt, vor allem in den Lienzer Dolomiten und viele andere, saubere und großteils zum Glück „unberührte“ Gegenden, welche gerne zum Spazierengehen genutzt werden. Auch gibt es viele Möglichkeiten zum Schifahren (Zettersfeld, Hochstein) und sogar eine sogenannte „Sommerrodelbahn“, welche vor allem für die Kinder einen großen Spaß bedeutet. Es ist angenehm und erholsam, im Tristacher See zu baden und auf der Wiese die Sonne zu genießen. Auch ist das Schwimmbad sehr schön und das freut jeden Badegast sehr. Dort und auch in den Parks von Lienz ist alles sehr schön gepflegt, was auch zum guten Ruf und zum „Image“ dieser Stadt beiträgt. Das ist vor allem für den Fremdenverkehr wichtig. In vielen Parks gibt es phantasievoll gestaltete, bunte Blumenbeete – das ist auch eine angenehme „Augenweide“. Die Luft ist überall in der Stadt sehr sauber, ebenso das Wasser, nicht nur das Trinkwasser, sondern auch das der Isel und der Drau und jenes der vielen kleinen, lieblichen Bächlein, von denen es in Osttirol wohl genug gibt. Angenehm, fein, erholsam und entspannend ist es, sich auf einer der vielen Rastbänke auszuruhen (zum Beispiel nahe der Isel) und dabei das Rauschen des Wassers, die frische Luft und den Sonnenschein zu genießen, wobei wir auch oft dem Gesang der Vögel lauschen können.

Wie bereits erwähnt, gibt es genug Möglichkeiten zum Radfahren, Spazierengehen, Bergsteigen und so weiter. Für sportliche und andere Freizeitaktivitäten wurden relativ viele entsprechende Einrichtungen geschaffen. In der Stadt gibt es viele Geschäfte, aber auch Gasthöfe, Restaurants und Cafes. Was den Aufenthalt dort auch angenehm und die Stadt beliebt macht, ist die Tatsache, dass allgemein die Verkäufer und Verkäuferinnen und ebenso die Kellner und Kellnerinnen sehr freundlich, nett und hilfsbereit sind. Bei einem bestimmten Restaurant, in dem ich manchmal gerne ein (übrigens sehr gutes!) Bier trinke, gab man mir eines Tages, ohne lange nachzudenken, das WLAN-Passwort bekannt.

In allen Restaurants und Gasthöfen wird gut gekocht. Die Pizzen von den Pizzerien schmecken auch vorzüglich, ebenso sämtliche anderen Speisen, die wir irgendwo in der Stadt genießen können. Es gibt auch genug Möglichkeiten, zum Beispiel gute Suppen zu essen oder italienische Nudelgerichte, einen Tee oder Kaffee zu trinken und in vielen Cafes erhält man köstliche Mehlspeisen. Vor allem im Sommer sind viele Italiener anzutreffen. So habe ich eine gute Gelegenheit, meine Sprachkenntnisse „auszuprobieren“.

Wir erhalten regelmäßig den „Osttiroler Boten“. Darin ist nicht nur Werbung für Osttirol enthalten, sondern es wird sehr ausführlich über das Leben im Bezirk Lienz berichtet und es gibt dort auch viele interessante Artikel, Leserbriefe und auch gute Fotos, vor allem beim „Sport“. Es kann auch vorkommen, dass wir gute Anregungen für die Gestaltung unserer Freizeit finden. Auch die Hobby-Rater kommen nicht zu kurz (Kreuzworträtsel, Sudoku, …). Oft können wir auch so manches über das „frühere Leben“ in Osttirol erfahren.

Wenn ich über die Natur nachdenke, so fällt mir ein: Ich finde es gut, dass es bei fast allen Rastbänken einen Papierkorb gibt. So haben wir keine Ausrede mehr, wenn wir den Müll nicht entsorgen, sondern einfach auf dem Boden liegen lassen. Laut meiner Beobachtung halten sich die meisten Leute zum Glück daran und haben es sich angewöhnt, die Landschaft so sauber zu hinterlassen, wie sie sie angetroffen haben. Die wunderbaren Felder und Wälder, die herrlichen Berge, die reinen Flüsse, Seen, Teiche und Bäche und die gute Luft lassen mich zu dem Schluss gelangen, dass ich mit einem Teil des Textes des folgenden Liedes inhaltlich wohl übereinstimme: Es heißt „Schönes Osttirol“ (gespielt und gesungen von der Grossglocknerkapelle Kals).

Allgemein schon lange bekannt und inzwischen sehr beliebt ist der wöchentliche „Bauernmarkt“ in der Messinggasse (im Moment wegen Corona am Hauptplatz). Die Auswahl an verschiedenen Produkten ist sehr groß (Brot, Wurst, Schinken, Speck, Käse, Honig, Säfte, Schnäpse und vieles mehr). Sehr bekannt ist auch die Tatsache, dass die Stadt Lienz viele sonnenreiche Tage im Jahr aufweisen kann. Daher wird sie oft als „Sonnenstadt“ bezeichnet. Es gibt dazu einen eigenen Aufkleber mit der Aufschrift „Sonnenstadt Lienz“. Einen solchen hatte ich eines Tages auf eine Ansteckplakette mit Anstecknadel aufgeklebt und wollte diese am Pullover oder auf der Jacke anbringen, um dadurch eine persönliche Werbung für Lienz zu machen. Bisher habe ich es noch nicht getan. Sollte es aber eines Tages dazu kommen, so wäre ich wohl neugierig darauf, wie die Leute reagieren würden, vor allem die Frau Bürgermeisterin.

Oskar Reisenzein, Dellach/Drau
Ein Original (Hannah Kröll)

Lienz, meine Heimatstadt,
ich kann mich nur bedanken.
An Eindrücken machst du mich satt
und füllst meine Gedanken.

Immer wenn ich bei dir bin,
es fällt mir wieder ein,
du bist für mich ein Hauptgewinn,
die Stadt im Sonnenschein.

Klein und fein wie nie gesehen,
liegst du mitten im Tal.
Das Schönste ist spazieren zu gehen,
durch dich, ein Original.

Einzigartig bist du nur
für jene, die es verstehen.
Anders läuft hier eine Uhr
und man braucht nicht fort zu gehen.

Die Details sind der Grund,
ob Kirchen, Büsten, Rosen,
dass dein Erscheinungsbild so bunt,
ich will dich nur liebkosen.

Lienz, meine Heimatstadt,
ich kann mich nur bedanken.
Bilder sind dank dir nie knapp,
du füllst alle Gedanken.

Hannah Kröll


Christine Pali, Fieberbrunn



Greti Zankl, Sautens


Reinhard Fuchs, Biedermannsdorf
LIEBESERKLÄRUNG AN LIENZ

Liebeserklärung nicht an eine Frau, sondern an eine Stadt? Warum eigentlich nicht, wenn man sie – wie einen Menschen – sehr gut kennt, schätzt und dadurch gerne hat.

In Lienz zur Welt gekommen, habe ich in Innsbruck studiert und war durch knapp 40 Jahre als Historiker am Tiroler Landesmuseum beruflich tätig, bin ich aber immer Lienzer geblieben. Im Gegensatz zu einigen Bekannten, habe ich auch nie ein Hehl daraus gemacht, woher ich komme. Bis heute bin ich von meiner Heimatstadt begeistert, was nicht verwundert, wenn man Geschichte und Bedeutung von Lienz sehr gut kennt. Dadurch kann sie einem richtig „Heimat“ sein. Heimat ist nämlich nicht nur dort, wo man viele Freunde und Bekannte hat, sondern auch, wo man sich gut auskennt. Das bezieht sich nicht nur ein vertrautes Ambiente, auf das Kennen der Straßen, Plätze und Gebäude, sondern vor allem auch auf ihren historischen Hintergrund, wodurch diese geradezu lebendig werden.

Befasst man sich mit der Geschichte unserer Stadt, kommt man drauf, dass Lienz weit zurückreicht und auch sehr bedeutend war. So gesehen, können wir stolz auf unsere Stadt sein! Immerhin war sie durch Jahrhunderte Residenzort einer Dynastie, die sich mit anderen Adelsgeschlechtern in Mitteleuropa durchaus messen konnte. Vieles erinnert noch daran, die alte Stadtmauer, Schloss Bruck, St. Andrä usw. Wenn man Bescheid weiß, erinnert aber auch noch vieles an die Bürger und die „kleinen Leute“, die letztlich unsere Ahnen waren: die Löschgässchen, über die die „Schweizergassler“ ihre Kühe zur Tränke an die Isel-Wiere getrieben haben – das Haus, in dem einst ein Bergrichter seinen Sitz hatte – das Haus, in der der um das Gesundheitswesen der Stadt hochverdiente Dr. Schedler gewohnt hat, wo auch der Historiker Albert von Muchar geboren wurde – das Haus, in dem der bedeutende Barockbildhauer Johann Paterer seine Werkstätte hatte usw. Auch schlimme Details gehören zur Geschichte unserer Stadt: Hier das Haus, in dem der katastrophale Stadtbrand vom 8. April 1609 ausgebrochen ist oder das Haus, in dem der Jude Samuel Bohrer sein Geschäft hatte, das 1938 „arisiert“ wurde u. dgl.

Gehe ich durch meine Heimatstadt, fliegen mir sozusagen laufend geschichtliche Details zu und ich bin eingebunden in ihre jahrhundertelange Entwicklung; sie gewinnt an Leben und an Menschlichkeit und man muss sie einfach gern haben!

Meinrad Pizzinini, Völs
Liebes Lienz !

Wir hatten dich und die Bewohner erst vor kurzen näher kennengelernt. Zufällig sind wir vom Sportwagentreffen „Feuer am Asphalt“ durch Hansi Kellner angesprochen worden, ob wir mit unseren Cabrios nicht daran teilnehmen wollen. Kurzer Hand entschlossen sich einige Clubmitglieder aus dem Burgenland, in die Berge zu fahren und an der tollen Veranstaltung teilzunehmen. Wir waren überrascht, welch schöne Orte wir in Lienz und Umgebung kennen lernen durften. Aber nicht nur die Gegend, sondern wir durften auch die besonders netten Leute kennenlernen, mit ihren einzigartigen kulturellen und kulinarischen Köstlichkeiten.

Wir waren sofort verliebt in euch, denn wie ihr wisst, fehlt es uns an Bergen rund um den Neusiedler See! Die Herzlichkeit und das gemeinsame Genießen und die tolle Kulisse sowie die atemberaubende Atmosphäre dürfen wir hoffentlich bald wieder erleben.Liebe Grüße aus dem Burgenland

Gerry Hösch & Mitglieder, Burgenland
Lienz geht durch den Magen

Wenn wieder einmal zu viele Menschen auf zu wenig Raum zu laut werden, machen wir die Fenster zu und ziehen uns in die Küche zurück. Eine Mutter und ihre zwei Töchter binden sich die Schürzen um und diskutieren gewichtige Dinge wie: Ist Krendeln auch in Osttirol daheim oder machen wir das wegen der kärntnerischen Urgroßmutter, welche Minze ist die richtige und sind die Erdäpfel eh vom letzten Jahr? Und schon geht’s ans Werk:

Teig machen, Erdäpfel kochen, Sauerrahm, Salz, Minze, Knofl, Schnittlauch … und aufpassen und schnell sein, damit der Teig geschmeidig bleibt.Da gibt es dann Erzählungen von der Oma, vom Schifahren und vom Tristacher See und vom nächsten Mal Heimfahren. Und eh man sich’s versieht sind 120 Krapfen gefüllt und gepitscht und gekrendelt. 30 wandern in den Bauch, 90 in den Tiefkühler.

Der Wiener Alltag hatte Pause – aber jetzt kann es weitergehen.

Kulinarische Grüße in die Heimat schickt Gerda Hartmann mit ihren Töchtern Elena und Fiona



Gerda Hartmann, Wien





Brigitte Giskes, Rheinland
Liebeserklärung an die Sonnenstadt Lienz

I    n jeder Jahreszeit bist du wunderschön,

L    ienz, ich muss Dich einfach bald wieder sehn.
O    ffen, lebendig, attraktiv und traditionell,
V    erliebte ich mich in Dich ziemlich schnell.
E    gal ob beim Rodeln, Wandern oder Shoppen,

L    ienz, Dich kann einfach keine andere Stadt toppen.
I    ch bin gerne bei Dir und genieße Dein Flair,
E    hrlich mein Städtchen, ich vermisse Dich sehr.
N    ichts mehr wünsche ich mir, als Dich wieder zu sehn,
Z    eitlose Sonnenstadt Lienz, das wäre schön.

Fabian Meschenmoser, Deggenhausertal
Lienz, oh Lienz
oder
The town where they say “Griasti” and “Pfiati”

Klein und beschaulich aber gerne auch laut und bunt. Momentan ungewohnt ruhig, erzählt man mir. Immer herzlich. Erste Schlagworte, die mir in den Sinn kommen, wenn ich an meine Heimatstadt Lienz denke. Oft ernte ich verwunderte Blicke, wenn ich neuen Bekanntschaften von meiner Herkunft erzähle. Wo denn das sei, mein Dialekt klinge ja irgendwie kärntnerisch. Und tatsächlich, wer nicht zufällig im Sommer schon einmal durch die Lienzer Dolomiten gewandert ist oder im Winter unsere steilen Pisten am Hochstein Pisten hinuntergewedelt, weiß oft wirklich nicht, wo dieses Osttirol liegt. Dass unser kleines Juwel aber durchaus über die Staatsgrenzen hinaus Berühmtheit erlangen kann, zeigt sich in einer Anekdote, die mein Vater immer wieder gerne erzählt: Als er vor langer Zeit studienbedingt in Südengland unterwegs war, kam er an einer einsamen Bushaltstelle zu stehen. Mit ihm war nur eine junge Frau, augenscheinlich einheimisch, und um die Wartezeit zu überbrücken, fing sie in höflich britischer Manier ein Gespräch an: „Where are you from?“. Mein Vater, durchaus gut aufgelegt, wagte ein kleines Experiment und antwortete prompt: „From Lienz.“ Und siehe da, die wenig überraschte junge Gesprächspartnerin erwiderte: „Ah, isn’t this the place where they say „Griasti“ and „Pfiati“? Erstaunlich? Jedenfalls! Ein einzelner Zufall? Wohl eher nicht! Denn eine ganz ähnliche Geschichte soll sich laut meinem Vater auch in Sizilien zugetragen haben. Diese hier wiederzugeben, würde wohl den Rahmen sprechen, aber ihr könnt ihn ja gerne danach fragen, wenn ihr ihn das nächste Mal auf der Straße oder, noch wahrscheinlicher, am Weg zur Tschule, trefft. Und auch das macht unser Lienz aus. Man trifft die Leute noch. Man bleibt stehen und verweilt. Und man redet. Wie lang kann einem die Rossengasse plötzlich vorkommen, wenn man an einem schönen Frühlingstag um Ostern hindurchschlendert und alle fünf Meter einen alten Bekannten trifft. Auch wenn mich mein Lebensweg schon länger weg von Lienz in die große Stadt geführt hat und eine Rückkehr in den Sternen steht, so verbringe ich immer wieder gerne ein paar freie Tage hier. Manche meiner alten Lehrer aus Schulzeiten erkennen mich schon nicht mehr, wenn sie auf der Straße an mir vorübergehen, denn so wie ich mich geändert habe, ändert sich auch die Dolomitenstadt. Langsam, Schritt für Schritt, immer ein kleines bisschen. Ich kenne viele Winkel so gut, dass es mir bei meinem Spaziergang sofort auffällt. Dort ein neues Haus, ein neuer Brunnen oder nur eine frisch gestrichene Fassade. Stets gute Themen, wenn dann aus dem Gespräch in der Rosengasse ein Einkehrschwung in einem unserer vielen schönen Cafés wird. Wird der Hauptplatz jemals neugestaltet? Kracht die Nordschule bald zusammen? Und wer spielt diesen Sommer eigentlich beim Dienstagskonzert? Und wie diese Gespräche nie langweilig werden, wird es auch in Lienz selten fad. Kaum eine Kleinstadt kann mit so einem vielfältigen Programm aufwarten wie unsere. Sommer- und Wintersaison sind gespickt mit kulturellen, sportlichen und kulinarischen Höhepunkt. Die Stadt lebt, ja manchmal pulsiert sie, möchte man fast meinen. Wie merkwürdig es mir dann vorkommt, wenn ich die aktuellen Geschichten höre. Leergefegte Gassen, verwaiste Plätze, heruntergelassene Jalousien. Am Höhepunkt der Krise seien nur ganz wenige Gestalten um die Ecken gehuscht. Ja nicht auffallen, zusammenhalten, daheim bleiben. Daheim bleiben. Keine Lieblingsdisziplin der Lienzer. Zu städtisch, zu urban fühlt man sich in dieser kleinen Stadt, die es im jährlichen Veranstaltungskalender gerne mit den Metropolen dieser Welt aufnimmt. Da bleibt keiner gerne allzu lange in den eigenen vier Wänden. Und so müssen die neuesten Lockerungen auch eine Wohltat sein, auch wenn vieles noch lange nicht wieder beim Alten ist. Falls es das jemals sein wird. Aber Lienz schafft das schon. Denn die Kreativität und der Einfallsreichtum an diesem Ort sind zu groß, um ihn in der Krise zum Schweigen zu bringen. Da bin ich mir sicher. Und bei meinem nächsten Besuch werde ich mich vergewissern.

Alex Zollner, Wien
Sehr geehrtes Marketing-Team,

ich habe den Osttiroler Boten abonniert und bekomme jede Woche das Neueste aus Lienz nach Hause geliefert. Seit 1977 waren mein Mann und ich regelmäßig in Lienz. Wir kennen Lienz im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter. Mein Mann ist leider verstorben, aber letztes Jahr war ich in Lienz. Lienz ist und bleibt meine "zweite Heimat". Übrigens: der gelbe Stuhl „Bei uns sitzt Sonne in der Stadt“ steht auch bei mir.Ich warte darauf, dass bald die Grenzen wieder geöffnet werden, damit ich die Sonnenstadt Lienz endlich besuchen und liebe Freunde dort wiedersehen kann.

Beste Grüsse an die Sonnenstadt Lienz schickt Hilde Recklies aus Lemgo in Deutschland

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Elisabeth Blanik!

Vor 2 Jahren sind wir durch das fantastische Sportwagen Treffen Feuer am Asphalt nach Lienz gekommen.
Dort haben wir sehr tolle Menschen und die wunderschöne Region kennegelernt.
Das hat uns so fasziniert,das das 3-tägige Sportwagen Event zum festen Bestandteil unseres Jahresurlaubgeworden ist. Unsere erste Anreise durch den Felbertauerntunnel und der atemberaubenden Landschaft hat uns schon vor dem Treffen begeistert.
Durch die Ausfahrten in der Region, z.B. zum Weißensee, Pustertaler Höhenstraße, haben wir die Landschaft lieben und schätzen gelernt, was Lust auf mehr gemacht hat.
Für uns gibt es noch viel zu entdecken, so dass wir auch dieses Jahr wieder in Ihre wunderbare Stadt kommen, so fern es in diesen Zeiten möglich ist.Liebe Grüße aus der Domstadt Köln

Claudia und Andreas Leidel, Köln
LIENZ. Erinnerungen. Verklärung. Herzensenergie.
Das ganze Leben ist ein großer Spielplatz. Begonnen hat alles damals. Hier.

Lienz. Wir machen Pause. Stopp.
Halten die Zeit an. LIENZ. „Die Dolomitenperle“, da gab es doch ein „Kandlhofer“ - Getränk, das so hieß. Oder? Schreibe eine Liebeserklärung? – Einfach so. Was fällt mir zu meiner eigenen Heimatstadt - ganz spontan – ein. Viele schöne Erinnerungen. Seit über 61 Jahre kenne ich sie. Dem langen Zeitraum entsprechend und der Verweildauer auf dem Planeten geschuldet, nur schemenhaft aus Bruchstücken, tausend Kopfbildern, eine zahllos-ratlos bestehende Reprise. Im Durcheinander-Stakkato. Von früher. Über 43 Jahre liegen dazwischen. Zwischen Lienz - damals und heute. „Alter denk nach!". Es ist – und bleibt meine Heimatstadt. Dieser Zeit- und Seitensprung nach hinten bringt Herzschläge jugendlicher Leichtigkeit. Jungspund! Gepaart mit der Naivität von damals. Lange Haare und ein paar markige Aussprüche haben schon gereicht, um irgendwie aufzufallen. Ein bißchen rauchen. Freilich ohne Brustzug. Aber es hat cool ausgeschaut.

Nachdenken. Aus. Rasten. Es war wohl in den 70igern.
Wir, die „Buben“-Clique, so vier, fünf Burschen gingen in die Handelsschule. Trotz einer Aufnahmsprüfung in die HAK, den leichteren Weg gewählt. Damals noch der kleine Bau in der Weidengasse. 9 Burschen und der Rest der Klasse, 12 oder 14 - waren alles Mädels. Wir, die Jungs waren überfordert. Ja auch mit ihnen. Mit dem Erwachsenwerden. Unterfordert mit dem „Stoff“. Und haben uns immer abgestimmt, wer denn heute in – und wer außerhalb der Schule bleiben darf. „Wer darf heute?“ - Abstimmung. Dann ab ins „Schwänzerreservat. In der legendären „Milchbar“ gabs eine Musikbox, ich glaub ich höre jetzt noch „Mama Mia“ und „Fernando“ in Dauerrotation - von ABBA (obwohl ich nie Fan der Schweden war), im hinteren Bereich stand ein Billardtisch. Kugelsport. Dort war der Treffpunkt für alle. Immer. Jederzeit. Die Lehrer hätten uns „Schulschwänzer“, wenn sie wollen hätten, leicht finden können, alle, aber alle waren ebendort. Sonst - Fußballspielend beim - ASV-Lienz, den es heute nicht mehr gibt. Abends ins Central – in die „Almdiele“,– alle waren dort, „Traubenkeller“ (mit Live-Musik) weiter in den „ Tumpf" mit der „Absackermusik“ seicht beim Schlager bis zum Schluß. Gewohnt habe ich in der Haspingerstrasse. Der strasseneigene Fußballverein hieß „1. FC Haspinger 1809“ Freundschaftsspiele gegen die Friedensiedlung, gegen Thurn usw. Für mich eine schöne Zeit. Lienz war übersichtlich, eigentlich gar nicht provinziell, offen - geografisch - nach Süden - Kaffeetrinken in Grade mit dem ersten gebrauchten Auto - B-Kadett, Lienz war auch dank der Herzensenergie von „Ummi-Gummi“ kulturell ziemlich weit, Eberhard Forcher, der „Herzattakierer" aus der Südtiroler Siedlung unser Verbündeter im Radio „Bis zum Himalaja“ – die Welt stand sperrangelwunderbar uns offen, Innsbruck weit weg, Spittal, Villach und Innichen, Brauneck näher. Wir, damals schon Vor-Falco-getunt - wie die „Jungen Römer“. Und klar - wir dachten ernsthaft „Wir fliegen so hoch wie nie“ - Lienz, ein kleiner Kokon, nicht „Richtig“-Tirol, nicht Kärnten, eigenständig, Enklave der Sonne – der Ausgangspunkt, der Startknoten - hier kannte irgendwie jeden, nicht nur aus der Altersgruppe. „Sommerfrischler“ - junge Gleichaltrige aus Innsbruck, die bei der Oma in der Haspingerstrasse logierten, erzählten uns stolz (wir sagten dazu „fotzgscheit“) etwas von „Fernseher“ in Farbe. Und glaubten ernsthaft, dass WIR das noch nicht kennen würden. Lienz war der rebellische Süden. Lienz war Freiheit. Lienz war Sonneschein. Die Freiheit nach allen Seiten. Drautal, Iseltal, Mölltal - die Welt weit offen. „Spirit In The Sky“ - Schifahren. Welch ein Genuss. Saisonkarte. Zu Fuß von der Haspingerstrasse hinauf zur Talstation Zettersfeld. Oder über die "Neureiter - Wiese" vom Schloßberg abfahrend. Da war auch der „Kandlhofer“ mit seiner „Lienzer Perle“. Der Rückweg war dort kürzer. Das Später, die Zukunft– wo finde ich Arbeit, was passiert wirklich im Leben mit mir, noch kein Thema.

Wieder dort.
Am Iselkai, war ein kleiner Durchgang, verwachsen, schmal – man kam bei der Konditorei Gliber (Erinnere mich an das – damals– vermutlich beste Eis der Stadt) heraus. Dazwischen irgendwo hat einer unserer Professoren gewohnt. Und hat uns wider aller Vorsichtsmaßnahmen - einfach gesehen. „Wie Filopat und Patofil seids ihr vorbeigeschlichen“ hat er später einmal gemeint. In Lienz gingen die Uhren anders, beschaulicher, langsamer. Und heute? Heute sind viele meiner damaligen „Community“ in alle Windrichtungen verschwunden. Ausgewandert. Ich behauptet aber ein „Lienzer" bleibt immer einer. Sprachlich erkennbar. Nicht für den gemeinen Hinhorchlaien. Aber Profis und Einheimische wissen es - auch nach Jahrzehnten. Sofort. Lienz ist für mich ein Kleinod der besonders schätzenswerten Art. Wer weiß, wenn es das Schicksal anders gemeint hätte - wäre ich noch dort, wo ich bin, sondern dort wo ich geboren bin. So habe ich meine heutige Frau (Witzig: Aus Thurn) beim „KorridorZugPendeln“ kennengelernt, einen Job auswärts bekommen, lange Zeit immer behauptet, wenn die Bank dort einen Geldtempel niederlässt, wechsle ich nach Lienz, zu spät, die Zeit formt und verformt Wünsche und Träume knallhart durch die Realität. Heute - bei und nach Corona hat Lienz, hat Osttirol alle Attribute und Werte, die „Heimat“ ausmachen, alle Herzlichkeiten, Naturschönheiten die gute Gastgeber nach einer Krise brauchen. Bewahren und erhalten. Nach. Haltigkeit. Haltung.

Sie schießen herein. Die Bilder.
Von: Ferialarbeiten im Lienzer „Forstgarten“, in Aguntum - mit der „Radlgrute“ Schotter von A nach B transportieren. Ein Schilling pro Fuhre. Jeden zweiten Schilling bekam dann der, der die „Striche“ pro Fuhre machte. Drei Jahre am „Großglockner“ - korrekt: Franz-Josefs-Höhe - Busparkplatz - „Schnapsverkäufer“ beim Lebensmittel Pichler. „Verkaufen“ lernen. Bundesheer - Franz-Josefs-Kaserne. Gefühlt sinnloses Aus- und Zubuddeln von Löchern - gefühlt in ganz Osttirol. Nachtmärsche. Übernachten auf Stock und Stein. Plumps! Gute Nacht. Natur-Heimat-Feeling-pur.

Die Stadt ist der Ausgangspunkt. Von mir. Von allem rund um mich. LIENZ. LIENZ. LIENZ das hat bei mir einen schönen, kunterbunten, freundlichen Klang, läßt mediterrane Farben und viele Erinnerungen erscheinen, durchzogen von Sprenkeln besonderer Momente - mit meinen Eltern, mit Freunden, Blitzlichter besonderer Erlebnisse, alles bildet eine Einheit. LIENZ ohne „I“ ein Lenz. Einen „Lenz" haben.

Zusammenkommen. Kunterbunte Bilder im Kopf. Durcheinander.
Kreuz und Quer. Ohne Jahreszahlen. Die jugendliche Leichtigkeit wird durch mein Geburtsalter verdrängt. Was bleibt? Der Wunsch, wieder einmal zurückkehren, wieder durch die Straßen und die Stadt LIENZ zu flanieren. Ich hab’s mir: Vorgenommen. Niedergeschrieben. Auch eine Liebe kann wiederkehren. Neu entflammen. Alte Zuneigung erwacht. Ich bin gespannt.

„Herr“ BERT Waltl
Lienzer, vor über 61 Jahren dort geboren. Lebt auswärts.
Entdeckt aber immer wieder seine Liebe zur Heimatstadt.
Heimatliche Wohlfühl - Gedanken aus einer coronagetränkten Nachdenkpause zusammengeschrieben.

Herbert Waltl
Lienz, meine Heimatstadt
bist dir für nichts zu schad.
Hast erlebt 1900 Kriege,
hast gekriegt 1900 Hiebe.

Doch jetzt stehst du da,
als ob nie was war.
Schenkst uns Freude und Glück,
jeden Tag ein neues Stück.

Bist für uns da, ja fürwahr,
bist für uns da, jaaa für WAHR!

Barbara Obererlacher


Hannes Egger (Lienz)


Dr. Gerald Stehlik (Mödling)


Postkarte aus dem Iseltal


Bernd Hanser (Lienz)


Maria Moser (Lienz)
More than just a city… here I found the second home that hugged me.Here, when I walk on the edge of the Isel river, I feel as I am on the banks of the Tigris River in Baghdad. Lienz - clear sky in summer and the breeze from the Alps and Goldfinch bird sound in the morning. It gives you the feeling that you are in heaven. And above all this one day here, I had met the most beautiful woman of my life. She is gone away. But I always smell her perfume among the alleys in Lienz and that is why Lienz is more than just a city. From a foreigner with love.

Ali (Lienz)
Geliebtes Lienz!
Lienz ist mein Schwarm,
hat so viel Charme.
Hat so viel buntes Leben,
kann jedem sehr viel geben.
Das Stadtl klein und fein,
lädt alle herzlich ein.

Lienz hat mir gut getan,
zieht mich immer wieder an.
Es birgt so viele Schönheiten,
die mir Freude bereiten.
Das Stadtl ist grandios
und lässt mich nicht mehr los!

Karl Ignaz Brunner (Klagenfurt)


Frieda Kleinlercher (Lienz)


Josefine Juli (Navis)


Josefa Auer (Untertilliach)
WARUM GERADE LIENZ?

Lienz ist meine Heimatstadt, in der ich geboren wurde und aufgewachsen bin. In meiner Jugend verhielt ich mich vielen Dingen gegenüber äußerst kritisch und so ging es mir damals auch mit Lienz. Die Kleinstadt wurde mir zu eng und erschien mir zu wenig aufregend. Also entfernte ich mich erst einmal von ihr und verbrachte viel Zeit im Ausland. Nach meiner Rückkehr begann ich meine Heimatstadt aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten und ihre Vorzüge zu schätzen. Ich fand, dass dieses Lienz doch eine Menge zu bieten hatte: Sicherheit, Geborgenheit, ja sogar einen besonderen Reiz. Die Stadt liegt eingebettet in eine wunderschöne Landschaft, in der man erholsame Wanderungen machen und viele Sportarten betreiben kann. Vom südländischen Flair der Innenstadt mit den liebevoll gestalteten Blumenarrangements und den geschmackvoll renovierten Plätzen lasse ich mich immer wieder aufs Neue verzaubern. Im Sommer laden die gemütlichen Cafes im Freien zum Verweilen ein und bei einem Bummel durch die Straßen stellt man fest, dass es unsere Geschäfte durchaus mit dem Angebot größerer Städte aufzunehmen vermögen. Auch wenn die vielen kulturellen und sportlichen Veranstaltungen aufgrund der Coronakrise derzeit nicht stattfinden können, wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis es wieder so weit ist. Was bedeutet mir Lienz heute? Sehr viel. Hier fühle ich mich wohl und hier habe ich auch alles, was ich zum Leben brauche.

Wanda Furtschegger
When I am missing you I close my eyes and picture myself walking through Hauptplatz straight to Rosengasse and further. I can see the many people strolling through the streets with smiles on their faces. I get myself an ice-cream from "Il Gelato“ - chocolate, of course, because Lienz is sweet. I can smell the flowers and I feel the warmth - it is a sunny day as usual. I love how they call you "Sonnenstadt“ - kind of sassy but also classy. I love your many faces changing through winter, summer, spring and autumn. I have no favourite - I love all of them. Even bad days can get better - just by thinking of you.

Eva (Salzburg)
Schade nicht hier geboren zu sein…

Flankiert von den Lienzer Dolomiten im Süden, dem Bösen Weibele im Westen, der schroffen Schleinitz im Norden und dem Ederplan im Osten, liegt dieses fast schon mediterrane Lienz. Die Südalpen bieten eben mehr Sonnenstunden als sonst irgendwo in Austria.Viel, viel zu wenig Zeit habe ich, um hier zu verweilen. Der Seele Ruhe und den Beinen die Berge zu geben. Im klarem Wasser des Tristachersee Sees, im Schatten des Rauchkofels zu schwimmen und im Anna-Schutzhaus die „Osttiroler Austern“ zu genießen, auf der Isel flussabwärts zu raften oder mit dem Rad zur Dolomitenhütte zu biken. Auf dem Wochenmarkt regionale Besonderheiten zu kaufen oder in Stadt die kleinen Geschäfte zu durchstöbern.
Schade, nicht hier geboren zu ein !

Da bleiben mir wenigstens die Sonnenstühle aus meiner zweiten Heimat, die mich täglich an Lienz erinnern.Schön, dass ihr für uns da seid!

Herzliche Grüße aus dem Herzen Deutschlands und viel Glück in diesen bedrückenden Zeiten



Jens-P. Ginsberg (Schauenberg)




Yvonne Hendling (Niederösterreich)

Lienz

Eine Stadt mit viel Charme,
eine Stadt mit viel Flair,
hier kommen die Menschen
immer wieder gern her.

Hier ist es beschaulich,
hier ist es so schön,
hier kann man fein bummeln
und einkaufen gehn.

Die Sonnenterrassen
die laden uns ein,
hier hat es der Gast
gemütlich und fein.

Ich liebe die Stadt
zwischen Isel und Drau,
wo ich in die Bergwelt
nach Süden hin schau.

Ein Kraftplatz für Menschen,
ein magischer Ort,
hier möcht ich verweilen,
geh nicht gerne fort.

Hier bin ich geborgen,
hier fühl ich mich wohl,
du sonnige Stadt
im schönen Tirol!


Autorin: Kathi Kitzbichler (Erl)



Bericht einer Familie aus Bayern, die Lienz schon lange in´s Herz geschlossen hat. Tja – Lienz – die versteckte Perle in den Ostdolomiten. Ich schreibe diese Zeilen aus Ingolstadt, Bayern – ca. 3,5 - 4 Stunden von Lienz entfernt. Wie meist im Leben, war auch unsere Entdeckung von Lienz vor über 20 Jahren eher dem Zufall geschuldet. Damals bekamen wir einen Tipp von Freunden und erlebten unsere ersten Wintertage im Familien-Skigebiet Zettersfeld auf der Tauernsüdseite. Wir waren auf Anhieb fasziniert von diesem in sich abgeschlossenen, nicht überlaufenen aber trotzdem alles bietenden Skigebiet. Kinder können eigentlich nicht verloren gehen und man kann sie schon früh ohne Bedenken allein auf die Piste schicken. Dazu die kurzen Wege, wenn man direkt auf dem Sonnenplateau Zettersfeld in einer rustikalen Alm mit bester Versorgung nächtigt, die Möglichkeit alles auszuleihen, was das Schneeherz begehrt sowie die erfahrene und kundige Betreuung durch die Ski-Schule und das nicht nur für die jüngeren Schneehasen und Schneemänner. Seit über 20 Jahren verbringen wir nun jedes Jahr die Silvesterwoche 800 Meter über Lienz. Bei den morgendlichen Skitouren entlang des Pistenrandes von der Basis-Liftstation bis zum Steinermandl, oder bei guter Kondition auch bis zum Goisele, sieht man Lienz friedlich im Tal liegen, teilweise noch im Nebel, während man bei der Tour schon die Sonnenbrille aufsetzen muss, um nicht geblendet zu werden. Während man sich bei uns zu Hause in dieser Zeit meist in einem bedeckten nass-kalten Einheitsgrau bewegt, scheint in Lienz dagegen auch im Winter fast täglich die Sonne. Ein Vorteil der Alpensüdseite. Das hebt die Stimmung und tut der Seele gut. Regelmäßige Besuche in der Stadt haben uns auch die Stadt Lienz nähergebracht. Ein kleiner Einkaufsbummel, ein Kaffee in einem Kaffeehaus in der Fußgängerzone. Mehrere Janker und Trachtenblusen in unseren Schränken zuhause sind traditionelle und ehrenwerte Andenken an die Stadt an Drau und Isel, die auch in Bayern immer wieder gerne getragen werden. Mittlerweile waren wir nun auch im Sommer schon öfters in der Lienzer Bergwelt. Hier lohnt es sich einfach, an den vom Namen her bekannteren Ski- und Wandergebieten zügig vorbeizufahren und schon ist man in einer traumhaften, ruhigen Bergwelt, denn auch im Sommer ist hier alles nicht so überlaufen, wie in anderen Regionen. Überwältigende Ausblicke belohnen einen, wenn man den Aufstieg bis zum Gipfel geschafft hat. Ein Leben wird nicht ausreichen, um alle Wandermöglichkeiten, welche die Lienzer Dolomiten oder die Schobergruppe bieten, zu erforschen und zu erleben. Seit vor ein paar Jahren auch Freunde von uns fest nach Lienz gezogen sind, sind wir inzwischen auch übers Jahr verteilt immer öfters in Lienz und lernen so auch immer mehr echte Lienzer kennen. Ein geradliniger Menschenschlag, charmant und ideenreich. Dazu eine ehrliche, gesunde und frische Küche. Der kreative Umgang mit den guten Zutaten aus der Region hat es uns schon lange angetan. Gut gemachte Schlipfkrapfen und dazu ein roter Zweigelt abgerundet mit einem Bregler oder einem Zirbenschnaps – was will man mehr. Der kernige Bauernlaib und der Osttiroler Jausenspeck sind ebenfalls ständige Mitbringsel, um auch zuhause noch ein paar Tage dem Hauch von Urlaub in Lienz nachzuspüren. Jetzt hoffen wir sehr, dass diese schwierige Zeit für uns alle bald überwunden sein wird und wir auch dieses Jahr dann bald wieder in die Ostdolomiten-Welt um Lienz eintauchen können. Mit besten Grüßen aus Bayern

Michael Wieteck (Bayern)

Lienz, mon amour, die Berberitzen-Sträucher entlang der Isel, deren Blätter wir einst, dogmatisch beinahe, kauten, frenetisch nahezu, der, wie wir lernen mussten, nichtigen, Hoffnung Raum gebend, sie mögen den Geruch nach Tabak übertünchen, nach den ersten, mühevoll gerauchten Zigaretten, ganz und gar verboten natürlich, wie so viel damals eben, weil wir den Kinderschuhen noch nicht wirklich weit entwachsen waren, säuerlich in der Erinnerung und etwas kratzend im Hals, nie werde ich sie vermutlich vergessen, diese Basselbeersträuche, weit über kopfhoch und ohne Zahl und dahinter des Flusses sanfte Dünung, wie sie sacht am Ufer leckt. Der ewig sandige, schmale Weg, der sich dem Gestade entlang mäanderte, die Füße dann ab und an in die Fluten strecken und mit dem freien Spiel der Seelenkräfte grenzenlos frei atmen. Die Sonne wie ein samtiges Säuseln auf den Schultern, die Gedichte unserer Zeit nahmen wahrlich kein Ende und wiesen uns die Richtung in ein wahres Leben. Ein Tag wie im Himmel, wenn wir uns aufmachten, die Maximilianstraße hinauf Richtung Grafenbach und dort der Natur Wildheit ein wenig Abenteuerlust abtrotzten. Oder der Weg hinaus zur Waldschenke - ein Geschenk jedes Mal, die Zeit, die frei flottierte und uns lustvoll an den Nasen herumführte, in eine Gegenwart, die diensteifrig und eilfertig war, belustigt und frisch, weich und voll wärmender Vertrautheit. Der Hauptplatz, der beschaulich liegt, heute ebenso wie damals, die Türme der Liebburg, die schattenspendend darüber wachen. Die Menschen, die hier viel öfter einander ein bezauberndes Lächeln schenken und ihre Freundlichkeit wie eine schimmernde Zaubernebelbank über alle Häupter legen. Die Wolken, die sich nahe der Schleinitz zu einem zunächst grimmigen Antlitz ballen, das aber im nächsten Moment den Mund zu einem breiten Lachen weitet, das tiefe Blau, der Wind, der südliche Düfte, fernab von herber Lagunenfäulnis herbei zitiert, das fein ziselierte Tor zur Welt war sie uns und ist sie mir bis heute. Je weiter ich mich entfernte, an Jahren und geographischen Strecken, umso näher an das Herz rückt mir dieses Kleinod, gebettet in die berauschende Bergwelt, wohlwollend und herzlich. Es ist dieses Flirren, nach wie vor, wenn ich über deine Straßen flaniere, das in meinem Mittelohr eine Kaskade von Geschichten anschürt. Das Rauschen bei der Spitalsbrücke, das mir seit Jahrzehnten gleich klingt, der Fischwirt, der an der Ecke steht wie ein Herrschaftssitz, die pittoreske Schönheit der Häuser in der Rosengasse, ein schmeichelndes Erinnerungskaleidoskop wie wir, jung damals, durch die Zwergergasse stoben, als gehörten uns Welt und Zukunft in einem, und heute - alles wie ein grob und dennoch vernunftbegabt geschichtete Verbundenheit mit der zarten Anmut einer Stadt, die lebt, die atmet und die warm und herzlich der Kälte der Zeit widersteht, damals wie heute - Lienz, ich liebe dich.

Robert Senn (Innsbruck)

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Elisabeth Blanik! Beginnend möchte ich mich kurz vorstellen: ich bin ein 55-jähriger Österreicher, den es vor 25 Jahren der Liebe wegen und auch später der Arbeit wegen in die Tschechische Republik verschlagen hat. Osttirol, Lienz und auch den Grossglockner kannte ich nur vom Hörensagen. Der Hartnäckigkeit von Hrn. Kellner Hans und seinen Sportwagenfreunden Osttirol ist es zu verdanken, dass ich vor drei Jahren erstmalig am Sportwagentreffen „Feuer am Asphalt“ teilnahm und auch in den letzten beiden Jahren haben wir die über 600 Kilometer lange Anreise gerne in Kauf genommen, um an einem der landschaftlich schönsten Treffen teilzunehmen. Aber nicht nur das weltweit einzigartige Panorama, sondern auch die Herzlichkeit der Menschen waren ausschlaggebend, dass ich mich verliebte - es war wirklich Liebe auf den ersten Blick. Auch spielt eine große Rolle das bestens organisierte Treffen der Sportwagenfreunde Osttirols, aber auch die anderen Teilnehmer, die aus Deutschland, Holland und natürlich auch aus Österreich kommen. Sind durch die Bank liebenswerte Menschen, uns alle verbindet die Liebe zu Sportwagen und die Liebe zu der Region Osttirol. Dies alles macht die Atmosphäre dieses einzigartigen Treffens aus, da es bei diesen Treffen nicht um Bestzeiten oder sonstigen Rekordfahrten, geht sondern gemeinsam die einzigartige Kulisse des Osttiroler Landes zu genießen. Spielt es auch keine Rolle, mit welchen Sportwagen man kommt, es sind nicht 1000e PS notwendig, um dabei zu sein, denn im Mittelpunkt steht das Geniessen des malerischen Panoramas. Die von den Sportwagenfreunde Osttirols geführten Routen führen auch an Orte, die nur ein Einheimischer kennen kann, wo normale Touristen niemals hinkommen werden und darum auch gar nicht wissen können, was ihnen eigentlich entgeht. Auch einige Clubkollegen und tschechische Freunde haben für dieses Jahr schon gebucht. Leider ist durch die Corona-Krise nicht vorhersehbar, ob das Treffen dieses Jahr stattfinden kann. Im Moment ist es wichtiger, dass diese für alle Menschen sehr belastende Zeit gesund überstanden wird und wir alle bald wieder ein hoffentlich normales Leben führen können. Sollte es dieses Jahr nicht klappen, sehen wir uns im nächsten Jahr wieder. Denn wenn man einmal diese einzigartige Kulisse und Atmosphäre lieben gelernt hat, fällt es sehr schwer, darauf zu verzichten. Liebe Grüße aus Tschechien! Rudolf und Katarina Hofstädter, Novy Saldorf, CZ-66902 Znojmo, ps-junkies.at

Rudolf Hofstätter (Tschechien)

Lass mich dir sagen, ich vermisse dich. Deine Wege, Parks, Geschäfte, Cafés und vor allem die Menschen. Ich vermisse, wie die Sonne mich wärmt, wenn ich wie früher durch so manche Gassen schlendere. Ja, ich vermisse es sehr. Aber egal, wie schwer es mir fällt und egal wie hart diese Zeit auch ist, eines Tages werden wir uns ohne Angst und Sorgen, so wie früher, auch wiedersehen. #stayathome



Jasmin Bacher (Lienz)


Bernd Hanser (Lienz)

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Elisabeth Blanik, sehr gerne teilen wir Ihnen unsere positiven Erlebnisse in einem Leserbrief mit. Da wir sehr Sportwagen begeistert sind, fahren wir fast jährlich schon über mehrere Jahre in die Nachbar Marktgemeinde Nußdorf - Debant zum 3- tägigen Sportwagen „Feuer am Asphalt“ Event. Damit sich die fast 800 km Anreise aus Deutschland auch lohnen, verlängern wir gerne unseren Urlaub, somit haben wir zusätzlich noch genügend Zeit die Umgebung auf eigene Faust zu erkunden und kennenzulernen. Die Anreise durch den Felbertauerntunnel/Felbertauernstraße ist schon ein Erlebnis mit einer Wunderschönen Landschaft und einem Wunderschönen Panorama auf einer Seehöhe von 1.632 m. Vom neuen gegründete Verein Sport & Sportwagen Freunde Osttirol wird das sehr beliebte und über die Grenzen bekannte Sportwagentreffen nun weiter veranstaltet. Auch jetzt werden die atemberaubenden Fahrstrecken liebevoll erarbeitet und organisiert z. B. verschiedenen Höhenstraßen, das Gailtal, div. Aussichtspunkte, Weißensee, Cafés und Restaurants. Wir hoffen sehr, dass es noch lange so fortgeführt werden kann! In und um die Lienzer Dolomiten gibt es sehr viel zu erkunden und zu entdecken. Die Stellenweise noch vorhandene unberührte Natur und die dazugehörende Stille erleben ist einfach nur phänomenal. In der erwähnten Freizeit gehen wir dann auch immer sehr gerne in den Ortskern von Lienz zum Bummeln und Shoppen. Der Bauern- und auch der Töpfermarkt sind sehr schön anzusehen. Man findet mit Sicherheit das ein oder andere Souvenir. Die Menschen die wir in den Jahren vor Ort kennenlernen durften, möchten wir nicht mehr missen, so liebenswert, freundlich und hilfsbereit. Man kommt als Fremder und geht als Freund! Es besteht das ganze Jahr über intensiver Kontakt. Wir freuen uns jedes Jahr aufs Neue mit den Organisatoren der Veranstaltung sowie den Teilnehmer und auch den Fans das Treffen zu feiern. Natürlich haben wir letztes Jahr schon wieder für dieses Jahr gebucht, um an dem Event „Feuer am Asphalt“ teilzunehmen und auch um ein bisschen Urlaub zu machen. Jetzt müssen wir aber leider erst einmal abwarten, was aus der Corona Situation wird. Bleiben Sie alle gesund! Liebe Grüße aus Bad Honnef das „rheinische Nizza“ am Fuße des Siebengebirges Claudia & Torsten Budde

Claudia & Thorsten Budde (Bad Honnef)

Wo? Umgeben von Bergen, Bäumen, Wiesen thront meine Sonnenstadt Lienz Herrlich!

Roswitha Girstmair (Lienz)

Meine Sonnenstadt Lienz
Ich dachte ich brauch dich nicht
Ich dachte ich will dich nicht
Ich dachte du bist austauschbar
Aber das bist du nicht
Ich vermisse den Geruch
Ich vermisse das Lachen
Ich vermisse deine Lebendigkeit
Ich vermisse dich wie du bist
Meine Sonnenstadt

Steffi (Wien)

Liebe Sonnenstadt, ich sitze seit fünf Wochen zu Hause und habe gehört, ich darf dir schreiben. Ich sitze da und betrachte dich von weit weg aus meiner Erinnerung aus. Eigentlich wollte ich schon lange bei dir sein. Es fehlt das Lachen der Menschen, die dich normal umgeben, die vielen Geschäfte, die besondere Dinge für uns Menschen bereitstellen, die Kaffeehäuser, die zum Verweilen einladen und die schönen Gärten, an denen ich mich jedes Mal so erfreue. Ich schwelge in der Vergangenheit und wünsche mir, dass ich morgen erwache und alles wieder so normal wird. Normal, ja das wäre es, aber nun ist es etwas Besonderes, das ich in dieser Zeit zu schätzen gelernt habe. Welch schöne Stadt zu bist zwischen der Isel und der Drau. Ich blicke in die Ecke in meiner Wohnung und sehe meine neuen Schuhe, die ich anziehen wollte bei meinem nächsten Besuch bei dir, um mit ihnen durch deine Gassen zu schreiten. Bei diesem Gedanken muss ich nun lachen. Durch die Gestaltung der Gassen erklingen die Schritte von allen Menschen anders, mal dumpf, mal elegant, mal kaum hörbar und manchmal sehr laut. Ich freue mich, meine neuen Schuhe auszuführen, Freunde in Lienz zu treffen und kann es kaum erwarten, den vielen anderen lachenden Menschen zu begegnen, die die Freiheit und die Sonne genießen.

Elisabeth A. (Innsbruck)