Lienzer Glasfasernetz breitet sich rasant aus

Aktuell werden in Lienz die Glasfaserkabel für das neue superschnelle „RegioNet“ verlegt. Dazu muss jedoch nicht das Erdreich aufgebaggert werden. Vielmehr werden die Leitungen in bestehende Verrohrungen „eingeblasen“. Im Fachjargon „einjetten“ genannt. Mittels Druckluft und hydraulischem Schub gleiten dabei rund 67 Kilometer Glasfaserkabel unterirdisch durch die Leerrohre. Verantwortlich dafür ist die Firma Spleißtechnik West (STW), die vom Virger Rainer Mariacher gegründet und geführt wird. „Bei dieser Technik schwebt das Kabel förmlich auf einem Luftpolster. Dies verhindert Reibungsverluste was materialschonend, zeit- und kostensparend ist“, so Mariacher.

Mittlerweile können die ersten 400 Nutzer bereits an das superschnelle Internet im Lienzer Talboden angeschlossen werden. Insgesamt 15 Gemeinden werden sukzessive mit den begehrten 100 MegaBit-Leitungen ausgestattet. „Bis Ende des Jahres soll der überwiegende Teil der 15 Gemeinden mit den Hauptleitungen erschlossen sein“, ist der Leiter der Standortentwicklung, Mag. (FH) Mag. Oskar Januschke zuversichtlich.

Eine Entwicklung die auch die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik freut. Immerhin ist der Planungsverband Lienzer Talboden der erste Gemeindeverband Tirols, der ein gemeinsames Glasfasernetz errichtet. „Damit leisten wir für den Zukunftsraum Lienzer Talboden echte Pionierarbeit, die in weiterer Folge auch für die Standortentwicklung von großer Bedeutung sein wird“, ist Blanik überzeugt.

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