Friedhof

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Als würdevoller Ort der Ruhe, Begegnung, Spiritualität und des Gedenkens sind die städtischen Friedhofsanlagen der Stadtgemeinde Lienz im besonderen Ensemble der Stadtpfarrkirche St. Andrä angelegt. Geschäftigkeit wechselt hier in Pietät, Ruhe und Besinnlichkeit.

Das gepflegte Gesamtbild der städtischen Friedhofsanlagen geht auch darauf zurück, dass diese in der Konzeption als sogenannte „Grünfriedhöfe“ ausgewiesen sind und die Gräber von den Angehörigen liebevoll bepflanzt und gepflegt werden. Die Aufgabe des Fachbereichs Friedhof der Stadtverwaltung ist es, den Bürgerinnen und Bürgern im Kontext der notwendigen organisatorischen und technischen Maßnahmen des Friedhofs- und Bestattungswesens eine zentrale Servicestelle anzubieten.

Neben diesem besonderen Aufgabenbereich zählen vor allem die Pflege der Anlagen und die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Friedhofsinfrastrukturen zu den Tätigkeitsfeldern des Fachbereichs.

Friedhofsanlagen

Friedhof
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Das Friedhofs- und Bestattungswesen ist als gesellschaftspolitisches Element elementarer Teil der städtischen Geschichte: Der ursprüngliche Friedhof befand sich gleich neben dem alten Bürgerspital, und zwar im heutigen Hof westlich der Spitalskirche. Erst mit dem Bau der Pustertalbahn 1870/71 und dem damit gestiegenen Bedarf an medizinischer Versorgung wurden nicht nur das Spital auf Kosten der kaiserlich-königlich privilegierten Südbahn-Gesellschaft adaptiert, sondern auch der dortige Friedhof aufgelassen. Fortan bestattete man rund um die Stadtpfarrkirche St. Andrä – dieser alte Friedhof verwahrloste nach Errichtung des neuen, 1901 eingeweihten weiter nördlich, immer mehr und wurde schlussendlich erst mit Errichtung des Bezirkskriegerdenkmals 1925 beseitigt.

Die heute bekannten städtischen Friedhöfe gehen auf das Jahr 1901 zurück - am 28. Juli 1901 wurde nördlich der Pfarrkirche St. Andrä auf einer Gesamtfläche von 10.374 m 2 ein städtischer Friedhof für 1.858 Erdgräber, 146 Wandgräber und 30 Arkaden errichtet. Im Zuge des Zugsunglücks in Nikolsdorf 1942 wurde westlich des Kriegerfriedhofes ein weiteres Gräberfeld erschlossen, der sogenannte Neue Friedhof. Er umfasst eine Gesamtfläche von 10.700 m 2 , auf dem 1.272 Erdgräber angelegt sind.

Dem Trend der Zeit folgend wurden in den letzten Jahren vermehrt Urnennischen und Urnengräber errichtet. 2013 entstand der „Garten der Ruhe“, in dem 150 Urnennischen untergebracht sind. Pro Jahr finden durchschnittlich ca. 120 Bestattungen statt, beide Friedhöfe sind als „Grünfriedhof“ ausgewiesen.

Ansprechpartner:
FriedhofsverwaltungJohannes Dreer

Tel.: +43 (0) 4852 600352
Fax: +43 (0) 4852 600411
eMail: friedhof@stadt-lienz.at
Büro: Liebburg - 3. Stock

Bezirkskriegerdenkmal mit Egger-Lienz-Gedenkstätte

Friedhof
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1924/25 von den Lienzer Talbodengemeinden und der Stadtgemeinde Lienz am Areal der Pfarrkirche errichtetes Denkmal für die im 1. Weltkrieg gefallenen Soldaten aus dem Bezirk Lienz. Die Bauten stammen von Clemens Holzmeister, die Fresken von Albin Egger-Lienz.

Soldatenfriedhöfe

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1916 Errichtung Kriegerfriedhof 1. Weltkrieg westlich des alten Friedhofes
1935/36 Errichtung Kaiser-Karl- Gedächtniskapelle und
1943/44 Kriegerfriedhof 2. Weltkrieg.

442 Kriegstote des Ersten Weltkrieges, 209 Tote des Zweiten Weltkrieges sowie 23 Gefallene aus den Napoleonischen Kriegen fanden in den Soldatenfriedhöfen in Lienz ihre letzte Ruhe.

Soldatenfriedhof 1. Weltkrieg:

980 m²
125 Einzelgrabstellen
1 Doppelgrabstelle

Soldatenfriedhof 2. Weltkrieg:

960 m²
136 Einzelgrabstellen
9 Doppelgrabstellen
3 Dreifachgrabstellen

Denkmal für die Opfer der NS-Verfolgung und der Befreiung Österreichs

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Auf Initiative des Bundes der Opfer des politischen Freiheitskampfes in Tirol, Bezirks-Obmann Josef Wurzer wurde 1965 ein Mahnmal am Friedhofs-Vorplatz westlich der Kirche St. Andrä errichtet.

Denkmal für die Landesverteidiger des Jahres 1809

Es wurde 1910 am Platz neben dem Dominikanerinnen-Kloster am westlichen Beginn der Schweizergasse zum Gedenken an die Blutgerichte der napoleonischen Besatzung errichtet.

Kosakenfriedhof (Peggetz)

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Die ursprüngliche Errichtung ist nicht datierbar. Im Jahre 1983 wurde der Kosakenfriedhof in der Peggetz neu gestaltet. Dort liegen in 29 Gräbern rund 300 Opfer durch die von den englischen Besatzern vorgenommene Zwangsauslieferung der Kosaken an Stalin.